Die MEYER WERFT hat im Rahmen ihrer Sanierung den
Konzernumsatz im Jahr 2025 auf 2,83 Mrd. Euro gesteigert, nachdem er 2024 bei 1,37 Mrd. Euro gelegen hatte. Die Erlöse entfielen im Wesentlichen auf zwei ausgelieferte Kreuzfahrtschiffe (Asuka III für NYK Cruises und Disney Destiny für Disney Cruise Line) bei der MEYER WERFT in Papenburg, auf die Auslieferung von zwei
Binnenfahrgastschiffen bei der Tochtergesellschaft NEPTUN WERFT in Rostock sowie auf den Umbau eines Kreuzfahrtschiffes am Standort Wismar.
Das operative Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte deutlich von -527,6 Mio. Euro auf -251,8 Mio. Euro verbessert werden. Nach Steuern weist der Konzern einen Verlust von 383,8 Mio. Euro aus (2024: -569,2 Mio. Euro). Zu beachten ist, dass die Vorjahreszahlen aufgrund der im Jahr 2024 durchgeführten umfangreichen gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung der Gruppe nur eingeschränkt vergleichbar sind.
Ralf Schmitz, Sanierungsgeschäftsführer (CRO) der MEYER WERFT, kommentiert: „Wie bereits 2024 berücksichtigt auch der Konzernabschluss 2025 erwartete Verluste aus nicht profitablen Altaufträgen durch die Bildung entsprechender Rückstellungen. Zugleich haben wir die operative Restrukturierung mit mehr als 60 Einzelprojekten
erfolgreich vorangetrieben, sodass wir durch geringere Material- und Personalkosten sowie effizientere Abläufe mittelfristig einen positiven jährlichen Ergebniseffekt im klar dreistelligen Millionenbereich erwarten. Die Sanierung der Gruppe ist weiterhin voll im Plan. Alles, was wir selbst beeinflussen können, entwickelt sich in die richtige Richtung. Die Werft befindet sich auf einem sehr guten Weg.“
Der testierte Konzernabschluss 2025 wurde vom Aufsichtsrat der MEYER WERFT GmbH gebilligt. Ein Sanierungsgutachter hat die Einhaltung des Sanierungspfades bestätigt. Der Finanzierungsbedarf des Unternehmens ist demnach in dem bis Ende 2028 vereinbarten Sanierungszeitraum „durch kontrahierte Eigen- und Fremdkapitalmittel gedeckt“.
Obwohl 2026 keine Auslieferung von Kreuzfahrtschiffen vorgesehen ist, erwartet die Geschäftsführung für das laufende Jahr aufgrund der in den Vorjahren bereits berücksichtigten negativen Ergebnisse und der erreichten Kostenverbesserungen eine weitere deutliche Verbesserung des Konzern-EBITDA in Richtung eines ausgeglichenen Ergebnisses.
André Walter, CEO der MEYER WERFT: „Die profitabel kalkulierten Neuaufträge für Kreuzfahrtschiffe, der im Juni erreichte Einstieg in den Bau von Konverterplattformen am Standort Rostock und die weiterhin hohe Nachfrage nach Binnenfahrgastschiffen bilden eine sehr gute Basis für den weiteren Sanierungsweg. Angesichts der erreichten Fortschritte und der guten Auftragslage sowohl in Papenburg als auch bei der NEPTUN WERFT haben wir allen Grund zur Zuversicht.“