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Neu7.10.2004

Dieselmotor liefert 17.000 PS für MS Eilbek

Papenburg, 07.10.2004 - Ein neues "Schiffsherz" schlägt auf der MEYER WERFT: ein Zweitaktmotor mit acht Zylindern sorgt in Kürze für die Energieerzeugung an Bord des im Bau befindlichen Containerschiffes MS Eilbek. Dieser per Schiffstransport aus Dänemark nach Papenburg gelieferte Dieselmotor des Typs 8S50MC-C vom Hersteller MAN B&W hat ein Gewicht von knapp 280 Tonnen.

Der Motor hat eine Höhe von 9,50 Metern, eine Breite von 5,50 Metern und eine Länge von 11,30 Metern und erzeugt 12.640 kW (17.200 PS). Diese Leistung dient sowohl dem Antrieb als auch dem Schiffsbetrieb. Der Motor verleiht dem Schiff eine Geschwindigkeit von 20 Knoten.

Bei der 15.600 BRZ großen MS Eilbek handelt es sich um das erste von vier neuartigen Containerschiffen mit einer Ladekapazität von 1600 Containern (TEU). Die Ablieferung des ersten Neubaus dieser Serie ist für Anfang 2005, die der weiteren Schiffe im Verlauf des nächsten Jahres vorgesehen. Auftraggeber für diese Schiffe ist das Emissionshaus Hansa Hamburg Shipping International.

Die schnellen und schlanken Containerschiffe sind 169,0 Meter lang, 27,2 Meter breit und ermöglichen eine sehr flexible und wirtschaftliche Nutzung. Die technische Besonderheit dieser Schiffe liegt zum einen in der höchsten Eisklasse (Finish-Swedish 1A Super) und zum anderen in der besonderen Anordnung der Luken begründet. Die Schiffe sind im mittleren Bereich als sog. "open-top-Schiffe" und im vorderen sowie seitlichen Bereich mit Lukendeckeln versehen.

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Neu29.9.2004

Maritimes Einkaufsportal boomt

Beschaffungsportal des europäischen Werftenverbundes schafft Einsparpotenziale

Papenburg, 29.09.2004 - "Bis Ende 2004 werden etwa 1000 Lieferanten in e-Euroship registriert sein", so Ralf Sempf, Leiter Einkauf und Materialwirtschaft der MEYER WERFT in Papenburg. "e-Euroship" ist das Internet-Beschaffungsportal der im Interessenverbund Euroyards organisierten Werften Fincantieri, Alstom Marine, HDW, IZAR und MEYER WERFT. Vorgestellt anlässlich der SMM 2002, hat sich dieses zukunftsweisende Werkzeug seit seinem Start im Januar 2003 kontinuierlich entwickelt. Ein Großteil der Lieferanten der Schiffbauindustrie hat die Vorteile des Internets auch für den Beschaffungsprozess bereits erkannt und nutzt heute intensiv die im Portal bisher realisierten Funktionen.

Die Abarbeitung von Anfragen und Angeboten im Internet-Portal bildet zurzeit die Hauptfunktion von "e-Euroship". Darüber hinaus können die Lieferanten ihr Unternehmen und ihre Produkte in einem virtuellen Showroom präsentieren. Bei den Lieferanten vorhandenes Optimierungspotential in der Zusammenarbeit mit den Werften wird anhand eines Beurteilungssystems identifiziert. Die Vorteile dieses Portals liegen auf der Hand: Straffung des Beschaffungsprozesses und damit Einsparung von Kosten auf Seiten der Lieferanten wie auch der Werften.

Mit Hochdruck arbeiten die beteiligten Werften an der Weiterentwicklung des Systems. Die Integration in die vorhandenen Warenwirtschaftssysteme sowie die Abwicklung des gesamten Beschaffungsprozesses im System sind die nächsten Ziele. Ralf Sempf, Mitglied der Geschäftsleitung der Papenburger MEYER WERFT, ist sich sicher, dass die Nutzung von zukunftsorientierten Instrumenten wie "e-Euroship" durch ihren kostenreduzierenden Effekt sowohl bei den Werften als auch bei den Lieferanten einen Beitrag zur Erhöhung der Wettbewerbs-fähigkeit der europäischen Werftindustrie leistet.

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Neu3.9.2004

Neue Auszubildende in 12 Berufen

44 Auszubildende starteten ins Berufsleben

Papenburg, 03.09.2004 - Am 1. September 2004 haben 44 junge Menschen eine Berufsausbildung auf der MEYER WERFT begonnen. Die neuen "Azubis" und ihre Eltern wurden von der Geschäftsleitung, dem Betriebsrat, den Abteilungsleitern und den Ausbildern am 19. August auf der Werft begrüßt. Der neue Ausbildungsjahrgang umfasst 44 Auszubildende, die in 12 unterschiedlichen Berufen ausgebildet werden. Die Werft unterstützt zudem ausdrücklich den neuen Ausbildungspakt der Bundesregierung.

"Wir müssen den jungen Menschen eine Perspektive geben", so Geschäftsführer Bernard Meyer. Die Werft bildet kontinuierlich ca. 200 Auszubildende, Praktikanten und Diplomanden aus. Mit einer Ausbildungsquote von ca. 10 % ist die Werft einer der größten und wichtigsten Ausbildungsbetriebe in der Region Weser Ems. Auch in diesem Jahr wurden wieder Auszubildende eingestellt, die parallel zu ihrer Fachausbildung ein Studium im Bereich Schiffbau bzw. Maschinenbau (Duales System) beginnen. Das Duale System wird in Kooperation mit den Fachhochschulen in Emden, Wilhelmshaven und Bremen angeboten. Dieses Studium im Praxisverbund ermöglicht jungen Menschen, einen Berufs- und Ingenieurabschluss in kürzerer Zeit zu erwerben. Im Schwesterunternehmen Neptun Stahlbau GmbH in Rostock wurden zum 1. September 2004 ebenfalls 17 neue Auszubildende eingestellt. Hier werden nunmehr insgesamt 90 junge Menschen ausgebildet.

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Neu17.8.2004

100.000 PS für Norwegian Jewel

MAN-Motoren erreichen die MEYER WERFT

Papenburg, 17.08.2004 - Vor und im überdachten Baudock der Papenburger MEYER WERFT herrscht heute wieder einmal reger Schiffsverkehr. Auf einem Binnenschiff legten fünf große Dieselmotoren der Firma MAN B&W ihren Weg aus dem schwäbischen Augsburg über Heilbronn/Neckar ins emsländische Papenburg zurück.

Diese neuen Motoren des Typs 12V48/60B werden hier in das neue 93.000-BRZ-Kreuzfahrtschiff Norwegian Jewel eingebaut. Das Schiff, dass die Papenburger Schiffbauer für die Reederei Norwegian Cruise Line herstellen, wird im Sommer 2005 abgeliefert. Die fünf gelieferten Dieselmotoren des Herstellers MAN haben jeweils ein Gewicht von 165 Tonnen, eine Höhe von 5 Metern, eine Breite von 5 Metern und eine Länge von 11 Metern. Jeder Motor erzeugt je 14.400 kW (19.600 PS), das entspricht somit einer eine Leistung von insgesamt 72.000 kW, das entspricht ca. 100.000 PS. Die erzeugte Leistung dient sowohl dem Antrieb als auch dem Hotelbetrieb des Schiffes. Die fünf MAN-Motore verleihen dem neuen Kreuzfahrtschiff eine Geschwindigkeit von etwa 25 Knoten.

Die langjährige, gute Zusammenarbeit zwischen dem Augsburger Maschinenbauer MAN B&W und der Papenburger Werft verdeutlicht wieder einmal die technologisch bedeutsame Stellung des Schiffbaus in Deutschland. Der Technologieträger Passagierschiff enthält heute weit mehr Elektronik als ein Großraumflugzeug. Die Werftindustrie ist nicht nur für die Küstenregionen sehr wichtig. Neben den 23.000 Arbeitsplätzen in der Schiffbauindustrie sind 70.000 Menschen bundesweit in der Schiffbauzulieferindustrie tätig. 40% der Zulieferfirmen im Schiffbau stammen aus Süddeutschland.

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Neu16.7.2004

Baubeginn eines neuen Luxusliners

Schiffe für Norwegian Cruise Line werden 2005 und 2006 fertig gestellt

Papenburg, 16.07.2004 - "Start frei" für den Bau des zweiten Luxusliners für Norwegian Cruise Line. Am heutigen Freitag, den 16. Juli 2004, startete die Papenburger MEYER WERFT den Bau der Pride of Hawaii, die im Frühjahr 2006 an Norwegian Cruise Line (NCL) abgeliefert wird. Nils Nordh, bei NCL verantwortlich für Schiffsneubauten, drückte den Startknopf für die computergesteuerte Brennmaschine, die die erste Stahlplatte für das neue Schiff bearbeitet. Mit diesem Ereignis beginnt die Fertigung dieses neuen Kreuzliners.

Es ist der zweite von zwei Luxuslinern mit einer Länge über al-les von 294 Metern, einer Breite von 32,2 Metern und einer Geschwindigkeit von mehr als 25 Knoten für die Reederei NCL. In 1188 Kabinen können 2.376 Passagiere untergebracht werden. Das erste Schiff dieser Serie ist die Norwegian Jewel, die im Sommer 2005 abgeliefert wird. Beide neuen Schiffe basieren auf dem Design der Norwegian Dawn und Norwegian Star, die die MEYER WERFT im Jahr 2002 bzw. 2001 für Norwegian Cruise Line gebaut hat. Die neuen Schiffe werden nicht nur vom Design, sondern auch im Hinblick auf die Technik neue Maßstäbe setzen: Die Kreuz-liner werden mit zwei sog. Pod-Antrieben (pod=Gehäuse) ausgerüstet sein. Die Energie an Bord wird von fünf großen MAN B&W Schiffsdieseln mit einer Leistung von insgesamt mehr als 100.000 PS angetrieben.

Das zweite Schiff, die Pride of Hawaii, wird später für die Marke "NCL America" und unter US-Flagge eingesetzt.

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Neu26.6.2004

MEYER WERFT liefert Labobar ab

3. Passagierschiff für Indonesien getauft

Papenburg/Emden, 26.06.2004 - Am 26. Juni 2004 konnte die MEYER WERFT das 23. Passagierschiff für Indonesien an das Directorate General of Sea Communication, Jakarta, abliefern. Zuvor wurde das 15.136-BRZ-Schiff auf den Namen Labobar getauft. Die Taufpatin des neuen Schiffes ist die indonesische Frauenministerin Sri Redjeki Sumaryoto.

Die Labobar ähnelt ihren "Vorgängerinnen", ist aber vor allem bezüglich der Raumaufteilung im Inneren des Schiffes stark verändert worden. Sie ist ein neues, weiterentwickeltes Schiff einer Serie von Passagierschiffen für Indonesien. Durch Veränderungen wie der Vergrößerung der Economy-Klasse können an Bord jetzt 3084 Passagiere befördert werden. Das Schiff ist wie die Schwesterschiffe 146,5 Meter lang und 23,4 Meter breit.

Die MEYER WERFT hat nach Fertigstellung dieses Schiffes nun insgesamt 29 Schiffe (23 Passagierschiffe, fünf Fracht-/ Passagierschiffe und einen Gastanker) für Indonesien gebaut. Etwa 60 Millionen Passagiere wurden von 1983, dem Beginn dieser Baureihe, bis heute mit den Meyer-Schiffen befördert. Darüber hinaus entstanden in enger Kooperation mit der indonesischen Werft PT. PAL in Surabaya drei Schiffe mit einer Kapazität von je 500 Passagieren. Das erste dieser Schiffe wurde 1995 und zwei weitere wurden bis Oktober 1999 fertig gestellt. Sie sind als Zubringer für die in Papenburg gebauten Schiffe im Einsatz. Die Kooperation der MEYER WERFT mit dem Inselstaat Indonesien ist eines der erfolgreichsten entwicklungspolitischen Projekte Deutschlands.

Am 29. Juni wird die Labobar voraussichtlich Emden in Richtung Indonesien verlassen und etwa drei Wochen später die indonesische Hauptstadt Jakarta erreicht haben. Der Heimathafen der Labobar wird die indonesische Hafenstadt Ambon sein.

Labobar - Hauptdaten

Länge über alles146,50 m
Breite auf Spanten23,40 m
Seitenhöhe 3. Deck8,20 m
Tiefgang5,90 m
Vermessung15.136 BRZ
Tragfähigkeit3.482 t
2 Hauptmotore à 8.400 kW16.800 kW (=22.850 PS)
Geschwindigkeit22.35 kn
Anzahl der Decks9
Passagiere - total 3084
1.Klasse-A-Passagiere in 13 Doppelkabinen - 6. Deck 26
1.Klasse-B-Passagiere in 10 Vier-Bett-Kabinen - 6. Deck 40
"Improved Economy Class" - Passagiere 2.-6. Deck 3018
Besatzung161
Ladung640 t oder 32 Container
KlasseBKI A 100 I "Passenger Ship" + SMO
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