Tiefseeforschung mit der Sonne

Im August 2011 hat die damalige Bundesforschungsministerin Annette Schavan zusammen mit der damaligen niedersächsischen Wissenschaftsministerin Johanna Wanka den Vertrag zum Bau und zur Bereederung des neuen Tiefseeforschungsschiffes SONNE unterzeichnet. Mit dem Auftrag hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Erneuerung der Flotte der deutschen Forschungsschiffe fortgesetzt.

Während das Schiff bei der NEPTUN WERFT in Auftrag gegeben wurde, wurde es auf der MEYER WERFT in Papenburg gebaut. Der Bau des Forschungsschiffes hat dann im Dezember 2012 mit dem Brennen der ersten Stahlplatte im Laserzentrum der MEYER WERFT begonnen. Getauft wurde die Sonne im Juli 2014 von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Herbst 2014 wurde es schließlich an die Wissenschaft übergeben.

Das Forschungsschiff ist äußerst energieeffizient und damit besonders umweltfreundlich. Es wurde nach den neuesten Umweltstandards konzipiert, konstruiert und gebaut. Daher wurde es mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet. Das Schiff ist 116 Meter lang, 20,6 Meter breit und kann neben der 35-köpfigen Besatzung bis zu 40 Wissenschaftler beherbergen. Zudem bietet das Schiff Platz für bis zu 25 Zwanzig-Fuß-Container mit Material an Bord.

Haupteinsatzgebiete des innovativen Forschungsschiffes sind die Tiefsee des Indischen und Pazifischen Ozeans sein. Beide Weltmeere haben einen großen Einfluss auf das Weltklima, weshalb ihre Erforschung immer wichtiger wird. Die SONNE trägt aber auch dazu bei, andere wissenschaftlich und gesellschaftlich besonders relevante Fragen zu beantworten, vor allem hinsichtlich der Versorgung mit marinen Rohstoffen und des Eingreifens des Menschen in die Ökosysteme. Der Heimathafen der SONNE ist Wilhelmshaven.

Hauptdaten Tiefseeforschungsschiff Sonne:

Länge über alles:116 m
Breite über alles:20,60 m
Leistung:6.480 kW
Geschwindigkeit:12 kn
Tiefgang:6,40 m
Vermessung:8.600 BRZ

Bundeskanzlerin tauft Tiefseeforschungsschiff SONNE

Weiter Informationen zum Schiff beim Bundesministerium für Bildung und Forschung