Containerschiffe

Für das Emissionshaus Hansa Hamburg Shipping International fertigte die MEYER WERFT ein innovatives Quartett von Containerschiffen an: Eilbek, Reinbek, Flottbek und Barmbek. Der Auftrag zum Bau dieser neuartigen Containerschiffe wurde im Oktober 2003 hereingenommen. Alle vier Schiffe wurden im Verlauf des Jahres 2005 abgeliefert.

Die schnellen und schlanken Schiffe sind 169 Meter lang, 27,2 Meter breit und erreichen eine Geschwindigkeit von 20 Knoten. Die Schiffe haben eine Vermessung von 15.600 BRZ und bieten Platz für 1.600 Container (1.600 TEU).

Die technische Besonderheit dieser Schiffe liegt zum einen in der maximalen Eisklasse (Finish-Swedish 1A Super) und zum anderen in der besonderen Anordnung der Luken begründet. Die Schiffe sind im mittleren Bereich als sog. „open-top-Schiffe“ und im vorderen sowie seitlichen Bereich mit Lukendeckeln versehen. Dieses neuartige Konzept erlaubt die größtmögliche Flexibilität bei der Nutzung der Schiffe im Feedertransport – also als Zulieferer für die ganz großen Containerschiffe.

Auch die dreifache Längsteilung des Laderaums mit insgesamt sechs Passagierkabinen ist eine Neuheit. War der Treibstoffbunker sonst im Doppelboden oder in der Doppelhülle eingebaut, so ist er nun im Inneren des Schiffes zu finden: bei einer Kollision gelingt so eventuell austretendes Öl nicht ins Wasser.

Schiffe für Hansa Hamburg Shipping International

  1. MS Eilbek

    Übergeben wurde das erste Containerschiff des Typus 1600 TEU von der MEYER WERFT am 6. Januar 2005. „Dass wir dieses Schiff auf einer deutschen Werft gebaut haben und die deutsche Flagge mit Heimathafen Hamburg führen, das ist unser Bekenntnis zum Schiffbau- und Schifffahrtsstandort Deutschland“, so der Geschäftsführer der Hansa Hamburg Harald Block.

    Wie auch die folgenden Containerschiffe der Serie TEU 1.600 hat es eine Länge von 169 Meter und eine Breite von ungefähr 27 Metern. Betreut wird das Schiff von der Wappen-Reederei Hamburg – neben der siebenköpfigen Crew können sieben Passagiere mitfahren.

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  2. MS Reinbek

    Bei der Reinbek handelt es sich um das zweite der vier neuartigen Containerschiffe mit einer Ladekapazität von 1620 Containern (TEU). Wie auch die anderen Schiffe der Serie ist auch die Reinbek mit einem Zweitakt-MAN B&W-Dieselmotor ausgerüstet. Zudem verfügt das Schiff über ein Deck, das ausschließlich für bis zu acht Passagiere vorgesehen ist.

    Im März 2005 lieferte die MEYER WERFT die MS Reinbek für Hansa Hamburg Shipping International ab. Nach der Eilbek wurde auch die Reinbek als in Hamburg getauft. Unternehmergattin Inge Stiebel (Stiebel-Eltron) war die Taufpatin des neuen Schiffes. Das 1600 TEU Schiff wurde von der kanadischen Reederei CP Ships gechartert und wird zwischen Kanada und dem nordwestlichen Europa eingesetzt.

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  3. MS Flottbek

    Die MS Flottbek gehört zu dem baugleichen Quartett von Containerschiffen, die die MEYER WERFT im Jahr 2005 an die Hansa International Shipping übergab.

    Am 5. Mai 2005 - zum 816. Geburtstag des Hamburger Hafens - lief die MS Flottbek zu den Klängen der Nationalhymne in den Hafen: von den Landungsbrücken beobachteten Tausende die große Parade. Bewundert werden konnte die MS Flottbek allerdings nur kurz: Bereits am nächsten Tag war das Containerschiff auf dem Weg nach Antwerpen, um für den Charterer CP Ships erste Container aufzunehmen. Die dann folgende Reise führte über den Atlantik bis nach Montreal.

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  4. MS Barmbek

    Als viertes Schiff des neuartigen Typs wurde das Containerschiff Barmbek von der MEYER WERFTam 25./26. Juni 2005 auf eine ganz besondere Weise präsentiert: Die MEYER WERFT überführte erstmals zwei Schiffe gleichzeitig. Zwei Stunden nach der MS Barmbek verließ der zeitgleich in Papenburg gefertigte Luxusliner Norwegian Jewel die Werft.

    Spektakulär dabei war, dass die MS Barmbek mit dem Bug voraus flussabwärts die Emspassage bewältigte, während die Norwegian Jewel dies rückwärts tat. Grund für die Rückwärtsfahrt war, dass die vorn rotierenden Propeller zusätzliches Wasser unter den Rumpf schaufeln sollten. Denn trotz des neuen Emssperrwerkes, mit dem der Flusslauf aufgestaut wird, ist die Durchfahrt von Kreuzfahrer-Neubauten immer noch Millimeterarbeit.

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