Die MEYER WERFT baut ihre Schiffe seit Jahrzehnten mit Unterstützung von etwa 2.000 Partnerfirmen. Die überwiegend mittelständischen Lieferanten kommen aus unterschiedlichsten Branchen und Regionen und helfen mit ihrem Wissen und ihrer Leistung dem Team der Werft beim Bau der Schiffe.1
Die MEYER WERFT einschließlich Laserzentrum, Rohrzentrum und MW Akademie selber konnte in den letzten 24 Monaten die Zahl ihrer Beschäftigten auf rund 3100 Personen ausbauen.
Betriebsratsvorsitzender Thomas Gelder macht klar: "Wir dulden keinen Missbrauch von Werkverträgen in Papenburg. Wir werden daher noch intensiver prüfen, dass der Lohn auch bei den Mitarbeitern ankommt."
Für alle Leistungen von Lieferanten werden Werkverträge abgeschlossen. Diese Arbeiten werden vor Ort von Monteuren umgesetzt. Egal, ob es Lieferanten aus Niedersachsen, Süddeutschland oder aus anderen europäischen Ländern stammen. Sowohl Monteure der Lieferanten als auch Leiharbeitskräfte (Arbeitnehmerüberlassung - AÜG) sind auf der Werft in Papenburg tätig.
Aktuell werden mögliche Missbrauchsfälle beim Thema Werkverträge und Leiharbeiter auf der MEYER WERFT in der Öffentlichkeit diskutiert. Wir stellen dazu fest:
- Alle von uns beauftragten Partnerfirmen und ihre Leistungen und Bauteile werden angemessen und dem Marktverhältnissen entsprechend bezahlt. Bei den Stundensätzen für Leiharbeitskräfte sprechen wir von Stundensätzen zwischen 20 bis 35 € Brutto pro Arbeitsstunde je nach Qualifikation sowie Beschäftigungsart und -dauer
- Alle von uns beauftragten Partnerfirmen sind seit Jahren vertraglich verpflichtet, ihre Mitarbeiter den Sozialversicherungskassen zu melden und diese sowohl angemessen zu bezahlen als auch unterzubringen!
Geschäftsführer Bernard Meyer ist sich mit dem Betriebsrat einig: "Wir werden jetzt noch nachdrücklicher prüfen, ob es in der umfangreichen Liste unserer Lieferanten schwarze Schafe gibt, die die geltenden Sozialstandards in Deutschland unterlaufen. Das werden wir nicht akzeptieren. Lohndumping lehnen wir kategorisch ab", so Meyer. Gleichzeitig betont er aber auch, dass der enorme Preis- und Kostendruck im globalen Markt sowie die starken Schwankungen der Auslastung der Werft es nötig machen, flexible Arbeitsbedingungen zu erhalten.
1 Das niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung hat in einer Studie im Jahr 2010 dieses Thema wissenschaftlich intensiv beleuchtet – vgl. www.niw.de