Eingeleitete Kapazitätsanpassung bleibt dennoch unverzichtbar
Papenburg, 17.09.2003 - Nach langwierigen, schwierigen und intensiven Gesprächen, die sich über Monate erstreckt haben, steht die MEYER WERFT kurz vor einem Abschluss über zwei große Kreuzfahrtschiffe. Neben einigen technischen Details sind vor allem noch Finanzierungsvorbehalte zu klären. Der bereits eingeleitete Personalabbau auf der Werft wird durch diese neuen Aufträge nicht gestoppt; die Kapazitätsanpassung um insgesamt rd. 600 Mitarbeiter bleibt unverzichtbar. Die neuen Aufträge werden jedoch maßgeblich dazu beitragen, die Unterbeschäftigung der verbleibenden knapp 2000 Mitarbeiter zu verkleinern. Dazu werden auch noch weitere Projekte verfolgt. Die rd. 150 jetzt betroffenen Mitarbeiter wurden heute durch ihre jeweiligen Vorgesetzten informiert. Aus Fürsorgepflicht wurden die Mitarbeiter sofort - bei bestehenden Bezügen - beurlaubt. Selbstverständlich konnte sich jeder Mitarbeiter auf dem Werftgelände frei bewegen - ohne jedoch wieder zurück an seinen Arbeitsplatz zu gehen. Den Mitarbeitern mit Fahrgemeinschaften wurde die Möglichkeit eines Fahrdienstes angeboten.
In kleinen Gruppen wird am Donnerstag von der Betriebsleitung den Betroffenen nochmals die Notwendigkeit der Maßnahmen für das Gesamtunternehmen erläutert. Darüber hinaus wird ihnen das weitere Vorgehen erklärt. Die Betriebsleitung sowie die jeweiligen Vorgesetzten stehen dabei für Fragen der betroffenen Mitarbeiter zur Verfügung. Die jetzt betroffenen Mitarbeiter haben das Angebot erhalten, zum 1.10.2003 in die Transfergesellschaft "DeverTrans" zu wechseln, um je nach Bedarf weiter qualifiziert oder von dort möglichst schnell in andere Arbeitsverhältnisse vermittelt zu werden. In einer Informationsveranstaltung wurde heute bekanntgegeben, dass die weiteren Kapazitätsanpassungen wie geplant bis Anfang 2004 sozialverträglich abgeschlossen werden sollen.