Papenburg, 22.05.2003 - Die Geschäftsleitung der MEYER WERFT sowie Betriebsrat und Gewerkschaft haben einen unterschriftsreifen Interessenausgleich und Sozialplan ausgehandelt. Diese Vereinbarung regelt die unvermeidbare Reduzierung der Belegschaft der Werft um 593 Arbeitsplätze.
Im Juni 2003 werden die ersten Mitarbeiter ihr Arbeitsverhältnis mit der Jos.L.Meyer GmbH beenden, denn nach wie vor fehlen der Werft Anschlussaufträge, um die personellen Kapazitäten auszulasten. Die Stammbelegschaft muss kleiner werden, damit die Werft überlebt.
Der genannte Personalabbau wird in drei Schritten erfolgen: im Juni 2003, im September 2003 sowie Anfang 2004. Für den größten Teil der Mitarbeiter (484 Personen) wird eine Transfergesellschaft (DeverTrans) gegründet, mit dem Ziel, sie in neue Arbeitsverhältnisse zu vermitteln. Dazu werden u.a. Bewerbungstraining und Job-Börsen durchgeführt sowie individuelle Qualifizierungsmaßnahmen angeboten.
Darüber hinaus handelt es sich um Mitarbeiter in zeitlich befristeten Arbeitsverhältnissen oder um ältere Arbeitnehmer, für die Wege in die Rente z.B. über Altersteilzeit gefunden werden sollen.
"Die heute angekündigten Schritte müssen jetzt schnell eingeleitet werden, um die Werft auf die Marktanforderungen einzustellen. Wir müssen unsere Systemkompetenz bewahren und unsere Leistungsfähigkeit steigern, um im weltweiten Wettbewerb zu bestehen", so Geschäftsführer Hans-Artur Wilker in der Betriebsversammlung zur Belegschaft der Werft.
In sehr konstruktiven Gesprächen im Lenkungsausschuß unter Leitung des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums konnte schnell eine gute Lösung für diese Maßnahme bei Meyer gefunden werden. Alle Beteiligten bewiesen in den Gesprächen ein hohes Maß an Flexibilität und große Kompetenz in Sachfragen.