CESA mit neuen Vorsitzenden Bernard Meyer führt europäischen Schiffbauverband
Papenburg/Brüssel, Juni 2010 - Während der jährlichen Generalversammlung von CESA (Community of European Shipyards' Association) wählten die rund 50 Vertreter der europäischen Schiffbauindustrie Bernard Meyer, geschäftsführender Gesellschafter der MEYER WERFT, zu ihrem neuen Vorsitzenden. Damit übernimmt er das Amt, das er bereits von 1998-2000 innehatte, zum zweiten Mal.
Als weitere Vorsitzende wurden Jacques Hardelay, CEO von STX Frankreich und Frederico Spranger, Präsident von Lisnave (Portugal), gewählt. Der bisherige Vorsitzender Kommer Damen von der Damen Werft in den Niederlanden, schloss damit seine zweijährige Amtszeit ab. In seiner Abschiedsrede sagte der scheidende Vorsitzende Kommer Damen: "Die Schiffbauindustrie hat sich konsolidiert, in einzelnen Marktsegmenten gibt es wieder neue Projekte und die Politik hat verstanden, das sie handeln muss. Wir müssen Schwächen zu Stärken machen." Die CESA-Generalversammlung dankte Kommer Damen für seinen engagierten und wirkungsvollen Vorsitz.
Der neue Vorsitzende sieht die Abwertung des Euro als Chance für den Export. An die Adresse der Politik richtete Bernard Meyer seinen Appell, "die Branche nicht fallen zu lassen sondern die notwendigen Schritte zum Erhalt des Schiffbaus in Europa zu unternehmen".
Der Rückgang der Bestellungen an Schiffsneubauten in den letzten sechs Quartalen auf 22 Mio BRZ ist dramatisch. In den Vorjahren waren im Vergleich noch mehr als 100 Mio BRZ weltweit bestellt worden. Allein diese Zahlen belegen wie stark, die europäische Schiffbauindustrie von der globalen Finanzkrise getroffen wurde. "Unter fairen Marktbedingungen ist die europäische Werftindustrie wettbewerbsfähig. Innovativen und umweltfreundlichen (Spezial-)Schiffen gehört die Zukunft", so Meyer.