Aus kleinen Teilen wird etwas Großes

Wer erinnert sich nicht an die mutigen Konstruktionen der Kindheit mit den bunten Legosteinen? Was in Kinderhänden im Kleinen funktioniert, wendet die MEYER WERFT im Schiffbau im Großen an. Ingenieure, Techniker und Stahlarbeiter gehen nach dem „Blockbau-Prinzip“ vor. Das bedeutet, kleine Teile werden zunächst vorgefertigt und zu immer größeren Einheiten zusammengesetzt.

Zunächst werden einzelne Stahlplatten mit Korrosionsschutz lackiert, in einer Plasmabrennanlage zugeschnitten und zu Paneelen zusammengeschweißt. Die automatisierte Paneelstraße ist der Mittelpunkt des Stahlbaus. In der Vorstufe zum Blockbau werden die zugeschnittenen Stahlplatten mit Profilen, Unterzügen und Seitenwänden zu Sektionen verarbeitet und mit Elektrik und Leitungen ausgestattet und vorausgerüstet. Etwa acht bis zehn dieser Sektionen bilden einen Block.

Erst ganz zum Schluss werden die einzelnen Blöcke miteinander verschweißt und verkabelt. Der Schiffskörper entsteht. Aus etwa 70 Blöcken, die bis zu 800 Tonnen wiegen können, entsteht so ein Kreuzfahrtschiff.

Da Paneele, Sektionen und Blöcke schließlich eine perfekte Einheit bilden müssen, ist eine hohe Qualität in der Fertigung von größter Bedeutung. Und auch die Computertechnologie ist in diesem Bereich unablässig.