Das Ems-Sperrwerk als Sicherheitsmaßnahme

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Papenburg, 19.03.1999 - Was haben Arbeitssicherheit und Sex gemeinsam? Die Antwort auf diese ungewöhnliche Frage gab kürzlich ein englischer Sicherheitsexperte in einer Zeitung.

Bernard Meyer erläuterte den Sicherheitsexperten der Norddeutschen Metall-Berufsgenossenschaft (Metall-BG) in Papenburg diese Gemeinsamkeiten: "Erstens denkt jeder, dass er gut darin ist, zweitens findet man leider immer Leute, die besser sind, drittens möchte keiner gern dabei beobachtet oder gar gefilmt werden und viertens können Fehltritte langfristige Folgen haben", so Meyer auf der Vorstandssitzung der Metall BG. Fragen der Sicherheit spielen in vielen Lebensbereichen eine wichtige Rolle, sei es zu Hause, im Auto oder am Arbeitsplatz. Viele Menschen sind sich dessen aber nicht bewusst und verhalten sich fahrlässig.

Bei seiner Begrüßung ging Bernard Meyer natürlich auch auf das Thema Ems-Sperrwerk ein. Hier zeige sich ebenfalls, wie schwierig es sei, das Thema Sicherheit zu problematisieren. Meyer betonte: "So wichtig die Arbeitssicherheit für die Werft ist, so notwendig ist das Sperrwerk für die Verbesserung der Sturmflutsicherheit der Menschen in der Region." Das Ems-Sperrwerk, so Meyer, bedeutet eine neue Dimension im Hinblick auf die Sicherheit an der Ems. Die Bereitschaft, die Sicherheit zu verbessern, ist meist erst vorhanden, wenn ein Unfall oder eine Katastrophe passiert ist. Hier gilt es immer wieder dafür zu sorgen, dass nicht nur über Sicherheit gesprochen, sondern auch etwas dafür getan wird.

Sturmflutkatastrophen passieren in Generationssprüngen, können aber auch morgen wieder eintreten. Die brutalen Folgen dieser Katastrophen werden von den nächsten Generationen leider viel zu schnell vergessen. Deshalb ist der Bau des Sperrwerkes so wichtig, erläuterte Bernard Meyer: "Nur mit dem Ems-Sperrwerk wird die Sicherheit der Menschen an der Ems über die nächsten Jahrzehnte hinaus gesichert".