Bundesweit einmalig: Engagement für benachteiligte junge Menschen

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Besiegeln die Partnerschaft (v.l.n.r.): Geschäftsführer Franz-Josef Lensker (Johannesburg GmbH), Lambert Kruse (Geschäftsführer Meyer Werft) und Erster Kreisrat Martin Gerenkamp (Landkreis Emsland)

Kooperative Weiterbildung zur Fachkraft für Metalltechnik - Konzept zur Qualifizierung von Flüchtlingen

Papenburg, 6. Oktober 2016 - Die MEYER WERFT, der Landkreis Emsland (Jobcenter) und die Johannesburg in Surwold bilden ab Oktober acht junge Menschen im Rahmen einer kooperativen Weiterbildung zur Fachkraft für Metalltechnik aus. Eine entsprechende Vereinbarung wurde heute in Papenburg unterzeichnet.

Das Ziel dieser auf 24 Monate angelegten Weiterbildungsmaßnahme ist es, jungen Menschen, die auf dem regulären Ausbildungsmarkt aufgrund unterschiedlicher Formen der Benachteiligungen kaum Chancen haben, eine Perspektive zu geben. Dazu gehören in diesem Fall auch junge Flüchtlinge. Ausgeschrieben wird diese Weiterbildung vom Landkreis Emsland (Jobcenter) und umgesetzt durch die MEYER WERFT und die Johannesburg GmbH. Mit diesem hier in der Region erstmalig stattfindenden Modellversuch, der von der IHK Emden und Papenburg unterstützt wird, soll die Integration junger Menschen auf dem Ausbildungsmarkt und späteren Arbeitsmarkt nachhaltig gefördert werden.

In den ersten zwölf Monaten, die das Jobcenter Emsland finanziert, werden die Teilnehmer in den Werkstätten der Johannesburg GmbH in ihrer Ausbildungsfähigkeit gefördert und ausgebildet. Im zweiten Jahr der Weiterbildung wechseln die Teilnehmer in eine betriebliche Phase zur MEYER WERFT. Die Werft übernimmt die fachpraktische Ausbildung sowie die weitere Finanzierung der Maßnahme. Neben der fachpraktischen und fachtheoretischen Ausbildung werden die Teilnehmer sozialpädagogisch begleitet, um sie in ihrer Persönlichkeit und Handlungsfähigkeit zu stärken. Eine Fachkraft steht ihnen für individuelle Fragen und Hilfestellungen über die gesamte Laufzeit zur Verfügung. In der zweiten Hälfte der Ausbildung werden die Teilnehmenden von beiden Ausbildungspartnern schrittweise auf den erfolgreichen Abschluss vorbereitet. Die MEYER WERFT bietet den jungen Menschen nach erfolgreichem Abschluss die Option, ihre berufliche Laufbahn vor Ort weiterzuführen.

„Dieser kooperative Weg der außerbetrieblichen und betrieblichen Ausbildung sichert den Auszubildenden einen positiven Weiterbildungsverlauf und eröffnet ihnen für die Zukunft einen erfolgreichen Berufsweg“, sagt Geschäftsführer Lambert Kruse.

„Ideen und Projekte dieser Art – lebensnah und praxisorientiert – tragen dazu bei, Benachteiligungen zu überwinden und jedem Menschen einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen“, betont auch Erster Kreisrat Martin Gerenkamp. Er hob besonders hervor, dass es sich bei diesem bislang einmaligen Projekt um eine Initiative mit Modellcharakter handele und dankte der MEYER WERFT für ihre Bereitschaft, mitzuwirken. Bei erfolgreichem Verlauf soll dieses Konzept ab 2017 auch auf andere Berufe mit Bewerber-/Fachkräftemangel und auf andere Zielgruppen ausgeweitet werden, kündigt Gerenkamp an.