Unsere Zukunftssicherung in Papenburg

Die Tarifvertrags- und Betriebsparteien arbeiten gemeinsam und intensiv daran, die MEYER WERFT im globalen Wettbewerb so aufzustellen, dass möglichst alle aktuellen und zukünftigen Herausforderungen erfolgreich bewältigt werden können. Die Sicherung unserer Werft und der mit ihr verbundenen Arbeitsplätze bildet das Fundament unserer Unternehmenskultur. Dieses übergeordnete, gemeinsame Ziel ist richtungsweisend für unser Handeln und Verhalten. Mit dieser Ausgangsvoraussetzung wurden seit 2012 verschiedene aufeinander aufbauende und sich ergänzende Vereinbarungen getroffen. Die wesentlichen Inhalte werden hier zusammengefasst:

„Das Papenburger Modell“ – Die Bausteine

Standortsicherungs-
und Zukunftstarifvertrag
(Oktober 2012)






  • Beschäftigungsgarantie der Stammmannschaft bis 2016
  • Einrichtung eines paritätischen Kapazitätsausschusses, in dem die Produktions- und Planungsprämissen dargestellt, diskutiert und vereinbart werden
  • Festlegung eines einvernehmlichen Mindestproduktivitätszieles (+ 8% Jährlich)
  • Intensive Beteiligung und Mitwirkung des Betriebsrates an dem Prozess „Schlanker Schiffbau“
  • Gemeinsame Projekte zum Thema Gesundheit und Demografie
  • Übernahme der Azubis und Ausbildung über den Eigenbedarf hinaus (+30)
  • Schaffung von zusätzlich 100 Arbeitsstellen
  • Anspruch auf Altersteilzeit für alle Mitarbeiter

Pakt für Arbeit
und Innovation
(Februar 2013)



  • Maximale Arbeitszeitflexibilität durch entsprechende Arbeitszeitkonten (Ausgleich von Auslastungsschwankungen)
  • Mitarbeiterbeitrag zur Standortsicherung (70 Std./Jahr)
  • Verstärkung der gemeinsamen Maßnahmen bei der Optimierung von Prozessen und Abläufen
  • Einführung einer lebensphasenorientierten Wahlarbeitszeit für die Mitarbeiter (ab 2014)

Haustarifvertrag
zur Regelung von
Arbeitsbedingungen
bei Werkverträgen
(September 2013)







  • Tarifvertrag in Ergänzung der Sozialcharta und des verbindlichen Verhaltenskodexes für alle auf dem Werftgelände arbeitenden Beschäftigten von Werkauftragsunternehmen
  • Einhaltung nationaler Standards bei der Arbeitszeit
  • Verpflichtung der Werkauftragsunternehmen zur Unterbringung der Mitarbeiter auf der Grundlage einer Zertifizierung
  • Mindestlohn
  • Nutzung der gesamten sozialen Infrastruktur der Werft unabhängig vom Anstellungsstatus
  • Beschwerderecht
  • Beratungsstelle
  • Gesundheits-/ Arbeitsschutzstandards wie bei Stammmitarbeitern und diesbezügliches Interventionsrecht des Betriebsrates

Handout: "Das Papenburger Modell" - Die Bausteine